Aller Anfang ist... Informationsarchitektur

Informationsarchitektur befasst sich mit der Organisation und Strukturierung von Inhalten und wird vorwiegend im Kontext mit Softwareprojekten verstanden. Sie erleichtert das Auffinden von Inhalten, denn das Navigieren in der digitalen Welt kann kompliziert sein.

Wie in einem Archiv oder einer Bibliothek muss es zur Orientierung ein Ordnungssystem, ein Wegweiser-System geben, damit sich der Besucher nicht verirrt. Je mehr Informationen eine Website bietet, desto durchdachter muss ihre Informationsarchitektur sein. Generell braucht jedoch auch eine kleine Website eine gute Informationsarchitektur, lediglich der Komplexitätsgrad unterscheidet sich zu umfangreichen Webseiten.
Eine Informationsarchitektur entsteht vor der eigentlichen Arbeit an der Website und ist die Grundlage aller weiteren Arbeiten. Alle Inhalte, Informationen und ein Überblick über die zu erwartenden Inhalte sollten möglichst von Anfang an vorliegen, damit nicht im Nachhinein etwas umständlich umstrukturiert oder „angebaut“ werden muss.
Hier hilft, gerade bei komplexen Inhalten (z.B. sehr viele unterschiedliche Produkte, Einsatzzwecke oder Zusatzinformationen), entsprechende Software, bei der auch gleich Bilder, Keywords, Texte, Metadiscription und vieles mehr an den entsprechenden Punkten abgelegt werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es noch nichts zu sehen und die künftige Benutzererfahrung ist noch nicht fixiert. In der Informationsarchitektur geht es um rein strukturelle Fragen.
Informationsarchitektur ist nicht bloß Navigation - Inhalte werden klassifiziert, benannt und Kategorien zugeordnet, aus denen sich später die Navigation entwickeln wird. Die einzelnen Kategorien sollten sich dabei ganz klar thematisch unterscheiden, sodass Besucher und Crawler gleichermaßen in die Lage versetzt werden, Zusammenhänge eindeutig erkennen und verstehen zu können. Es empfiehlt sich dabei mit Taxonomien zu arbeiten. Jede Kategorie erhält nur eine Oberkategorie, was zu einem Abhängigkeitsbaum führt, wie er für Organigramme normal ist. Innerhalb des Baumes bewegt man sich von grob nach fein. Je weiter unten in den Verästelungen man sich befindet, desto spezifischer werden die Informationen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass der Besucher später möglichst wenige Klicks machen muss, um an seine Informationen zu gelangen, also lieber bei flachen Hierachien bleiben und nicht zu sehr in die Tiefe gehen.

Fazit: Sinnvoll & organisiert, dann klappt's auch mit der Website