Marketingtool Email Newsletter

Cartoon-Notebook übergibt Brief

In diesem Beitrag möchten wir Sie über das Marketingtool „E-Mail Newsletter“ informieren. Was macht dieses Werkzeug aus und wie hat es sich in den letzten Jahren entwickelt?

 
Newsletter, die per E-Mail verschickt werden, gibt es seit dem Bestehen des Internets. Natürlich sind die ersten Exemplare mit den heutigen nicht vergleichbar, jedoch konnte er sich über all die Jahre gegen andere, technisch teils viel komplexere Tools, bis heute behaupten. Ein Grund dafür ist die Nutzung der Smartphones, denn die meistgenutzte Funktion ist das Abrufen der E-Mails. Somit ist es enorm wichtig darauf zu achten, dass die Newsletter auf die Bildschirmgrößen der verschiedenen Endgeräte angepasst und somit darauf gut lesbar sind.
 
Natürlich hat diese langjährige Präsenz auch seine Kehrseite – durch die große Anzahl an qualitativ schlechten Newslettern ist das Image bei vielen Konsumenten stark gesunken. Somit ist „quality first“ die wohl wichtigste aber auch umfangreichste Regel bei der Erstellung eines Newsletters. Denn jeder kennt es aus eigener Erfahrung: Bietet ein Newsletter wiederholt keinen Mehrwert, ist er irrelevant und wird wahrscheinlich sogar als störend empfunden. Die Folge ist eine negative Verbindung zur Marke und schließlich die Distanzierung zu dieser.
 
Der Spagat aus der Verlockung eines wirksamen und zugleich mit wenig Arbeit verbundenen und deshalb relativ günstigen Tools mit der Einhaltung qualitativer Ansprüche ist häufig die größte Hürde. Auf der anderen Seite muss die Konzeption und Realisierung des Inhalts in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen stehen. Bis zum Versand des finalen Newsletters bedarf es nämlich einer umfangreichen Vorarbeit.
Ein Tool ist immer nur so gut wie die Strategie, die dahinter steht. Denn wer soll Ihre Newsletter überhaupt erhalten und an welche Adressen werden diese verschickt und wie häufig sollte ich meine Kontakte damit versorgen?
„Kein Problem“ werden sich einige denken, „Ich habe eine gepflegte Datenbank mit unzähligen Kontakten“. Leider ist es nicht ganz so einfach, denn hier verbirgt sich ein häufig gemachter rechtlicher Fehler. Die rechtlich korrekte Vorgehensweise sollte vorab unbedingt geklärt werden, ansonsten machen Sie sich angreifbar, was schnell zu empfindlichen Strafen führen kann. Sie müssen die ausdrückliche Einwilligung zum Erhalt des Newsletters von jeder Person einholen, der Sie diesen zuschicken möchten. Zudem erfahren Sie auf diesem Wege ob Ihr Kontakt sich für Ihre Produkte interessiert und somit zu Ihrer angestrebten Zielgruppe gehört.
 
Aus regelmäßig geführten statistischen Erhebungen geht hervor, dass die optimale Anzahl an versendeten Newslettern pro Jahr 10 ist.
Haben Sie diese Hürde erfolgreich bewältigt, ist es sinnvoll, ein etabliertes Tool zum Erstellen und Versenden auszusuchen. Hier gibt es von kostenlosen Basisprogrammen bis hin zu kostenpflichtigen Tools viele verschiedene Möglichkeiten. Wichtig hierbei ist die vorherige Überlegung was das jeweilige Tool können soll, denn die Funktionen variieren und können gewisse Einschränkungen haben. Außerdem ist zu beachten, dass Sie nicht auf der Black List der Empfänger vermerkt sein dürfen, denn ansonsten wird Ihr Newsletter niemals am Ziel ankommen.
 
Wurden auch diese Punkte berücksichtigt steht die Visualisierung an. Wie bei jeder Kommunikationsmaßnahme sollte auch der Newsletter Ihrem Corporate Design entsprechen. Je nach Ihren „Hausfarben“ kann das jedoch zur Herausforderung werden, denn besonders auf mobilen Endgeräten ist die Lesbarkeit je nach Sonneneinstrahlung unter freiem Himmel bei kontrastschwachen Farben sehr gering. Wie so oft muss auch hier die richtige Mischung zwischen Design und Handhabung gefunden werden. Dann sollte ebenfalls in Ihrer Strategie definiert sein, ob Ihre Newsletter aufeinander aufbauen oder getrennt voneinander zu betrachten sind. Ersteres wird z.B. von Reiseveranstaltern bravourös gesteuert. Durch gezielte Abfrage von Interessen, Vorlieben und Wünschen, werden Ihre Kontakte geclustert und Sie können die Inhalte der Newsletter sehr gezielt auf die jeweiligen Interessen zuschneiden. Das erhöht die Qualität des Inhalts und das Image beim Empfänger um ein Vielfaches.
 
Ein Beispiel: Im ersten Newsletter werden die beliebtesten Reiseziele abgefragt. Eingrenzung nach Kontinenten -> Ländern -> Regionen -> Städten. Diese Auswahl ermöglicht es Ihnen bereits den Versand des nächsten Newsletters gezielter zu steuern.
Im diesem (zweiten)Newsletter fragen Sie beispielsweise die bevorzugte
Jahreszeit -> Saison -> Monate ab.
Damit selektieren Sie auch hier wieder und erhalten Schritt für Schritt eine große Menge an Informationen. Im dritten Newsletter lassen Sie noch nach Hobbies oder Art des Urlaubs unterscheiden. Dieses Spiel lässt sich natürlich immer weiter spielen, jedoch bedarf es Fingerspitzengefühl, um die Empfänger nicht zu häufig bzw. zu offensichtlich „auszufragen“. Am Ende können wir daraus ausführliche Profile unserer Empfänger ableiten und die Inhalte unserer Newsletter spezifisch anpassen. Sollte die Lesebereitschaft Ihrer Empfänger beim ersten Newsletter unbefriedigend ausfallen, sind flankierende Maßnahmen zu empfehlen. Dazu zählen Boni, Gewinnspiele oder ähnliche „Belohnungen“.
 
Außerdem sollte auf jedem Newsletter mindestens ein klickbarer Link sein, der auf eine auswertbare Seite (Landingpage) führt. Somit erhalten Sie weitere fundierte Daten, wie das Verhalten des Empfängers nach Erhalt des Newsletters ist.
Wie bereits erwähnt steigt der Anteil der Nutzer mit mobilen Geräten im Vergleich zu stationären, weshalb auf eine angepasste Darstellung geachtet werden sollte. Heutzutage ist es kein Problem auf die unterschiedlichen Formate der gängigen Smartphones und Tablets einzugehen.
 
Letzte Stolperfalle ist die mobile Datenübertragung. Unterwegs findet sich häufig kein WLAN-Netz, sodass ein Newsletter mit großen Datenmengen, z.B. bei hochauflösenden Bildern, Animationen oder sogar Videos je nach Netzverbindung eine sehr lange Ladezeit mit sich bringen kann.
Zusammengefasst: Kann ein Newsletter mobil nicht geöffnet und problemlos angezeigt werden, ist die Aufmerksamkeit der Zielperson sehr gering.
Wie auch häufig bei Newslettern, kommt die Möglichkeit der Abmeldung zum Schluss. Dieser Vorgang muss in jedem Newsletter in wenigen Klicks möglich sein. Meistens wird der Nutzer durch einen Link zum Abmeldevorgang geleitet der abschließend zur Sicherheit bestätigt werden muss, um ein versehentliches Abmelden zu vermeiden.
 
Falls Sie detaillierte Fragen zu einem Newsletter haben, helfen wir natürlich sehr gerne – sprechen Sie uns an!